RAUSzeit? Auszeit? Reales vs. digitales Leben!

Lange war es hier sehr still um uns, was dem ein oder anderen sicherlich aufgefallen ist. Als ich mich das letzte mal offensiv um einen bis heute nicht veröffentlichten Blogtext gekümmert habe, war es noch April (zumindest laut Zeitstempel des Beitragsentwurfs) – und mein Leben lief in ganz geregelten Bahnen. Job, privat alles war normal. Bis sich da ein kleines, nicht ganz so geplantes Wunder dazwischen drängte und mich zu einer digitalen Auszeit zwang… 

Kennt sicher jeder, wenn man mal überrascht wird. Hey so ein kleiner Strauß Rosen vom Liebsten im Büro kann schon toll sein, ein unverhoffter Bonus auf dem Girokonto auch… klar gibts auch unschöne Überraschungen, aber meist haben diese dann noch keinen so großen Einfluss auf das Privatleben wie meine Überraschung, die ich Mitte April erleben durfte. Schon als ich es beim Arzt auf dem Ultraschallbild sah wusste ich, okay DAS ist wirklich was, das Dein Leben verändern wird. Bis vor einigen Wochen habe ich Vollzeit jede Woche mindestens 40 Stunden plus im Büro verbracht, mich um die Wünsche und Probleme meiner Kunden gekümmert… und jetzt auf einmal ist da jemand, der seine ganz eigenen Bedürfnisse hat. Der meinen Körper auch mal zum Ausspannen zwingt und der, auch wenn er noch nichtmal „richtig“ da ist, jede Menge Zeit in Anspruch nimmt.

Beruf und Privatleben, ein Kollisionskurs

Nun ist es für eine beruflich aktive Frau sicherlich immer eine große Herausforderung ein Baby zu bekommen. Müdigkeit, Unwohlsein, Wehwehchen… damit hat sicher jeder mehr oder weniger zu kämpfen. Allerdings habe ich auch noch ganz nebenbei einen Umzug organisiert, meine Wochenenden ab sofort in Möbelhäusern verbracht (ach IKEA, ich kenne alle Produkte bereits an der Verpackung) und ja auch noch ganz nebenbei eine Hochzeit für knapp 120 Leute auf die Beine gestellt. Hallo? Baby? Achja? War da nicht noch was? Und dann dieser ganze Babykram! Wenn man zum ersten Mal schwanger ist hat man ja sowieso schon tausend Fragen. Wie funktioniert so ein Baby? Kommt das mit Anleitung? Oder vielleicht sogar mit App? Das wäre hilfreich.

Ich muss ehrlich sagen, ich hab das ganze Babythema erstmal hinten angestellt, habe zuerst meinen Segelschein fertig gemacht (ja den hatte ich nämlich auch noch im März in Angriff genommen), Umzug, Hochzeit alles über die Bühne gebracht, weiterhin gearbeitet. Das Baby lief so mit – und das andere Baby, dieser Blog hier, fiel leider hinten runter. Nun bin ich heute den ersten Tag im Mutterschutz, nebenan bauen die Handwerker das Babyzimmer auf, ich habe immer noch keine Hebamme und auch keine Ahnung wie das mit dem Elterngeld so geht – aber ich schreibe ab heute wieder! Und der Beitrag, der seit April auf seinen Veröffentlichung wartet, erblickt auch bald das Licht der Welt. Manchmal brauchen Dinge einfach ihre Zeit, oder? So wie ein guter Wein vielleicht. 😉

Marie Laut – bitte nicht noch ein Babyblog!

Keine Sorge, bei Anna und mir hat sich viel geändert, wie Anna bereits berichtet hat. Aber Marie Laut bleibt, wie und was es ist. Ein Blog für digital Verrückte, von zwei digital Verrückten, die auch in ihren neuen Aufgaben am alten Konzept festhalten. Und auch wenn ich Babyblogs privat vielleicht ganz gern mal überfliege, werde ich Euch hier nicht meinen neuen Kinderwagen vorstellen oder Tipps zur Beikost geben. Das bleibt mein privates Problem – hier gibts aber vielleicht auch mal einen Eindruck, wie das Arbeitsleben mit Baby, Mann und Blog so funktioniert. Auch für mich eine neue Herausforderung.

Digitales Profil – Update Namensänderung

Übrigens: Da ich ja in vielen Dingen modern bin, musste es beim Namen natürlich klassisch bleiben und ich habe den Nachnamen meines Mannes angenommen. Ob das Auswirkungen auf mein digitales Profil haben wird? Ich werde es testen! Und hier für euch berichten. Vor einigen Wochen habe ich dazu einen Artikel bei Edition F gelesen – Wie emanzipiert sind wir, wenn wir den Namen unseres Partners annehmen? Und warum kann nicht auch der Name der Frau Familienname werden? Oder Doppelname? Aber wie heißt dann das Kind? Mein Vater war irritiert, warum sollte ich nach 33 Jahren seinen Nachnamen ablegen? Meine Mutter war da eiskalt, sie musste schließlich damals automatisch seinen Namen annehmen. Warum machen wir uns eigentlich so verrückt bei dem Thema? Ist es ein Zeichen dafür, dass man als Frau emanzipiert ist, wenn man dem Mann seinen vermeintlichen Willen aufdrängen kann? Muss man es unbedingt wollen? Was ist falsch daran, den Namen des Mannes als Familiennamen zu führen? Ich halte es da wie die rheinischen Frohnaturen und sage mal „Jeder Jeck is anders!“ Und darum kann auch jeder das mit dem Namen so machen, wie er will. Ob sich das aber auch auf mein Suchergebnis oder meine Profilbesuche in Sozialen Netzwerken auswirken wird, das ist ein ganz anderes, für mich echt spannendes Thema!

Wer übrigens mal einen schönen Mama Blog einer echten PR Frau lesen möchte, der guckt mal auf Mutter und Söhnchen vorbei! Aber das nur als kleiner Tipp am Rande 🙂

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PR-Beraterin und Social Media Nerd, made in Süd-Berlin, liebt das Internet und Public Relations. Ihr Vorname war Inspiration für diesen Blog.

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One thought on “RAUSzeit? Auszeit? Reales vs. digitales Leben!

  • 2. April 2017 um 9:35
    Permalink

    Hallo Celine,
    das ist ja spannend, wie ihr beide mit dem Bloggen angefangen habt, weil ich jetzt noch einen Beitrag von euch aus 2015 las. Es ist wahrlich so, dass das Bloggen in den Alltag integriert werden muss, um zu funktionieren. Ich blogge bereits im 10ten Jahr im grossen Portfolio und anfangs dachte ich auch nicht daran, dass ich es soweit schaffen werde. Ich gehe auch einem Beruf im Vollzeitjob nach und dennoch ist das Bloggen mehr als nur ein Hobby geworden.

    Vermutlich hast du jetzt eine Babypause und magst nicht bloggen, weil eben das Private mehr nach dir ruft. Vielleicht muntert dich dieser Kommentar etwas zum Bloggen auf, denn ich komme heute per Zufall und gezielte Blogsuche hierher.

    Bloggen ist Arbeit, die aber Spass machen sollte. Wenn du Lust am Schreiben und dem Recherchieren hast, dann wirst du auch in Rente bloggen können. Dahin möchte ich später, wenn es soweit ist und das werde ich bestimmt packen 😉

    Ich kann euch beiden mit dem Marie Laut nur alles Gute wünschen und heute ist auch noch meine regelmässige Blog-Kommentare-Runde, bei der ich euch mit dem Post auf dem hier verlinkten Blog gerne verlinke, um uns besser zu vernetzen. Das ist doch schon etwas!!

    P.S. installiert mal das Mail-Kommentar-Abo, über welches man als Leser besser den Kommentaren folgen kann. Das Plugin dafür hat den Namen „subscribe to comments reloaded“. Schaue es dir mal genauer an.

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