PR Karriere: Viele Wege führen … ja wohin eigentlich?

Schon seit einigen Tagen sitze ich über diesem, meinem ersten Blogpost für Marie Laut. Oder eher gesagt, ich denke darüber nach, welches Thema am besten geeignet wäre. Ganz nach dem Motto „the first cut is the deepest“. Doch wie so oft ist die Lösung des Problems ganz banal. Also beginne ich mit dem Anfang. Und der Frage: Wie beginnt man eigentlich eine PR Karriere?

Auch wenn es vielleicht etwas vermessen klingt, mit 25 darüber zu schreiben, wie man an den jetztigen Punkt seines Berufslebens gekommen ist, wäre ich vor fünf oder sechs Jahren doch sehr dankbar über Ratschläge und Tipps gewesen. Mein erster Blogtext soll Euch deswegen zeigen, wie mein Weg in das Berufsleben als PR-Beraterin gelaufen ist. So viel vorneweg: Es gibt auch noch 1000 andere Wege und den einen richtigen sowieso nicht!

Wenn „irgendwas mit Medien“ konkret wird

Nach dem Abi wusste ich irgendwie so grob, was ich beruflich machen wollte. „Irgendwas mit Medien“ war für mich nicht nur so ein Trendberuf, sondern durchaus ernst gemeint. Nur wie wird man DAS und was denn eigentlich genau? Ganz ehrlich: Ich hatte schlichtweg keine Ahnung!  Schließlich half mein guter Freund Google und am Ende auch ein bisschen der Zufall. Ich entschied mich ein Bachelorstudium in den Fächern Kommunikationswissenschaft & Germanistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg oder wie viele andere sagen „Geisteswissenschaften – also brotlose Kunst“. Ob das Studium nun für den späteren Berufsweg sinnvoll war oder nicht, bleibt in den Raum gestellt, Eines kann ich jedoch mit Sicherheit sagen: Bamberg ist und bleibt einfach toll!

„Generation Praktikum“ – Fluch oder Segen?

Aufgrund meines Alters bin ich wohl Teil der sogenannten „Generation Praktikum“. Doch zum einen frage ich mich, wer sich diesen Begriff überhaupt ausgedacht hat und zum anderen: ein paar Praktika schaden nicht. Im Gegenteil! Mir jedenfalls hat dieses „sich ausprobieren können“ und Praxiserfahrung sammeln sehr gut getan. Schon klar, dass ein Praktikum auch nur dann Spaß macht, wenn man fair behandelt, bestenfalls bezahlt und sinnvoll beschäftigt wird. Vielleicht hatte ich in der Hinsicht auch einfach immer Glück, denn Kaffeekochen musste ich nie!

Thematisch zog sich dieses „irgendwas mit Medien“ durch alle meine Praktika – insgesamt waren es vier. Mein früherer Wunsch Journalistin zu werden, zeigt sich in drei dementsprechenden Praxisphasen. Nichts Spektakuläres und trotzdem (oder gerade deswegen) sehr hilfreich: Lokalzeitung, Lokalfernsehen und Lokalradio. Offen gestanden waren alle drei keine großen Namen, die im Lebenslauf glänzen, gelernt habe ich dafür aber umso mehr. Denn was manch ein Personaler nicht bedenkt, wenn er sich von großen Namen beeindrucken lässt: Je kleiner die Firma, desto größer die Verantwortung für jeden Einzelnen, auch für die Praktikantin. An dieser Stelle also Danke an den Fränkischen Tag, die TV Oberfranken und Radio Eins.

Mein erster deutlicher Schritt in Richtung PR Karriere war schließlich mein 6-monatiges Praktikum in der Unternehmenskommuniktion der E-Plus Gruppe. Als Teil der großen Communications Abteilung des Mobilfunkanbieters konnte ich mich ausprobieren und sowohl in der internen als auch externen Kommunikation mitarbeiten.

Generell kann ich es nur jedem raten, vor und während des Studiums oder auch einfach zur Orientierung ein oder mehrere Praktika zu absolvieren. Gerade wenn man sich noch nicht zu 100 % sicher ist, wohin die Reise gehen soll, ist das sehr hilfreich. Ausbeuten lassen muss man sich deswegen noch lange nicht. Wie verschiedene Unternehmen mit Praktikanten umgehen, was man verdient und welche Aufgaben man bekommt, könnt Ihr hier in einer Sammlung von Erfahrungsberichten nachlesen.

Hardcore „learning by doing“ im PR-Volontariat

Mit dem Bachelor in der Tasche entschied ich mich für ein PR-Volontariat und jede Menge Praxiserfahrung und gegen ein fortführendes Masterstudium. Aus meiner Sicht durchaus sinnvoll, auch wenn es zu diesem Thema durchaus unterschiedliche Meinungen gibt. Mein Volontariat absolvierte ich ganz klassisch in einer Agentur. Das tolle daran: Viele verschiedene Kunden, abwechslungsreiche Themen und jeden Tag neue Herausforderungen.

PR Karriere – here we go

Seit Anfang diesen Jahres bin ich nun hochoffiziell Junior PR-Beraterin. Was hat sich mit der neuen Position verändert? Auf den ersten Blick nicht viel: Gleiche Agentur, gleiches Büro, gleiche Kollegen, gleicher Schreibtisch. Und trotzdem so einiges: erste Festanstellung, mehr Verantwortung und gleichzeitig weiter hungrig auf Neues. Genau deswegen gibt es jetzt diesen Blog: Marie Laut! Ganz nach dem Motto „stay hungry, stay foolish“ (Steve Jobs).

Das war mein Weg bis hier hin. Doch wie gesagt, viele Wege führen in die PR-Branche. Dass der Lebenslauf einer PR-Beraterin auch ganz anders aussehen kann, beweist schon Céline – welchen Weg sie eingeschlagen hat, lest Ihr demnächst hier im Blog!

 

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Part time rebel und Social Media Enthusiast.

"It takes 20 years to make an overnight success."
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2 thoughts on “PR Karriere: Viele Wege führen … ja wohin eigentlich?

  • 21. August 2015 um 14:36
    Permalink

    Hallo ihr Zwei,
    ganz toller Blog! Genau nach so etwas habe ich das ganze Internet durchsucht. Ich möchte auch unbedingt in die PR und suche momentan nach dem ‚besten‘ Weg. Praktika bei Radiosendern und 6 Monate in der Unternehmenskommunikation sowie einen Master in Spansich und Englisch (Interkulturelle Kommunikation) kann ich vorweisen :-). Jetzt suche ich ein Volo, scheint ja bei euch auf ähnlichem Weg super geklappt zu haben. Ich höre nur immer, dass es schwer sein soll ein Volo zu finden…
    Aber zu eurem Blog noch eins: ENDLICH eine Ermutigung, nachdem ich zunächst auf unzählige Internetseiten, die über das „Elende Dasein der Geisteswissenschaftler“ gestoßen bin -_-.
    Gebt ihr auch privat Infos oder habt ihr einen besonderen Tipp wo oder bei wem man sich noch gezielt informieren könnte?
    Liebe Grüße
    Maira

    Antwort
    • 31. August 2015 um 21:41
      Permalink

      Hallo Maira,
      also erstmal lass Dich nicht entmutigen! Auch wir mussten uns ganz oft anhören, was man denn mit unserem Studium wird – Taxifahrer vielleicht? 🙂 Ich denke es ist ganz wichtig, dass man für sich weiß, dass die PR genau das Richtige für einen ist. Und dann ist praktische Erfahrung das A und O. Wenn Du Stellen suchst, dann guck doch mal beim Magazin Pressesprecher. Die geben auch regelmäßig einen Newsletter mit Stellenangeboten raus, da sind immer ganz spannende Jobs dabei, auch regelmäßig Volontariate. Oder beim PR Journal, die haben auch eine Stellenbörse mit interessanten Jobs. Ansonsten würde ich Dir raten vielleicht nach Agenturen zu suchen, die Dir bereits thematisch zusagen: Magst Du eher in den Bereich Lifestyle gehen, interessierst Du Dich für technische Themen oder findest Du zum Beispiel das Thema Gesundheit spannend? Ich könnte mir bei Deinem Studium auch gut vorstellen, dass Agenturen mit internationaler Tätigkeit ganz interessant sein können? Da lohnt sich vielleicht auch mal eine Initiativbewerbung. Leider ist es oft so, dass die meisten Agenturen in Großstädten sind, d.h. ein Umzug kann natürlich notwendig sein, je nachdem wo Du gerade wohnst. Wenn Du magst kannst Du uns auch gern eine Mail schreiben, vielleicht haben wir ja noch einen konkreten Tipp für Dich. Lass Dich nicht unterkriegen, wir drücken Dir die Daumen und würden uns freuen, wenn Du uns auf dem Laufenden hält, wie Dein Einstieg in die PR verlaufen ist.
      Liebe Grüße Céline

      Antwort

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