Digitales Profil: 5 Tipps zur besseren Eigendarstellung

Wann habt Ihr Euch das letzte Mal selbst gegooglet? Ganz schön selbst verliebt, werden einige jetzt denken, aber probiert es bei Gelegenheit aus. Seht Euch nur Seite 1 der Googlesuche an – über 70 % aller User klicken sowieso nicht weiter – und dann seid ehrlich:

Gefällt Euch das, was Ihr seht? Oder wirft das Ergebnis vielleicht ein nicht allzu professionelles Bild auf Euch als Person? Höchste Zeit Eurer Online-Profil zu verbessern.
Mit unseren 5 Tipps für ein professionelles digitales Profil geben wir Euch eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur besseren Selbstdarstellung im Internet.

Sich selbst googlen findest du selbstverliebt? Es ist der erste Schritt zu einem guten digitalen Profil.
Sich selbst googlen findet Ihr selbstverliebt? Es ist der erste Schritt zu einem guten digitalen Profil.

1) Digitales Profil – was ist das eigentlich?

Eine Sache müsst Ihr von Anfang an aus Euren Köpfen streichen: Ein digitales Profil ist keine ins Web übertragene Visitenkarte. Stellt es Euch als etwas Lebendiges vor, das immer in Bewegung ist. Versteht die Arbeit an Eurem Online-Ich als kontinuierliche Aufgabe.

An Eurer Selbstdarstellung im Web zu arbeiten bedeutet außerdem nicht, dass Ihr alle Suchergebnisse oder gar das Internet unter Kontrolle habt. Ihr sorgt aber sehr wohl dafür, den Menschen vorrangig Seiten vorzuschlagen, die Ihr selbst steuern könnt. Und ganz wichtig: Seid authentisch! Es bringt nichts, wenn Ihr ein übersteigertes Idealbild von Euch im Internet aufbaut, dem Ihr in der Realität nicht standhalten könnt.

2) Welche Social Media Kanäle soll ich nutzen?

Eins gleich vorneweg: Diese Frage kann Euch niemand wirklich beantworten. Das könnt nur Ihr selbst entscheiden. Je nachdem, welches Ziel Ihr verfolgt oder in welcher Branche Ihr arbeitet, können andere Plattformen Sinn machen.

Außerdem gilt: Was Euch keinen Spaß macht, ist nicht das Richtige für Euch. Das hört sich vielleicht erst einmal seltsam an, aber nur wenn Ihr Freude an einem sozialen Netzwerk habt und gern damit arbeitet, werdet ihr es auch kontinuierlich nutzen. Durch simples Ausprobieren findet Ihr am einfachsten heraus, welche Social Networks Eure Lieblinge sind.

Wir geben einen kurzen Überblick der wichtigsten Social Media Plattformen:

Business-Netzwerke:

  • XING: macht Sinn für alle, die hauptsächlich im deutschsprachigen Raum arbeiten (kostenlos, Premium-Version mit Aufpreis)
  • LinkedIn: internationale Ausrichtung (kostenlos, erweiterte Funktionen sind kostenpflichtig)

Die Klassiker unter den Social Media Kanälen:

  • Facebook: Mit 28 Mio. Nutzern in Deutschland ist Facebook der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken. Verwandelt sich immer mehr vom digitalen Wohnzimmer der User zum Schauplatz von Unternehmen. Es lohnt sich Facebook nicht nur rein privat zu nutzen.
  • Twitter: Sags in 140 Zeichen oder behalte es für dich. Beim Nachrichtendienst Twitter sind viele Journalisten und Blogger unterwegs. In Deutschland blieb der große Boom bisher aus.
  • Google+: In der Vergangenheit wurde schon diskutiert, ob das oft stiefmütterlich behandelte soziale Netzwerk eingestellt werden soll. Bisher ist das nicht passiert.

(Bewegt-)Bildlastige Social Media Kanäle:

  • Instagram: Die Nutzerzahlen der Foto-App steigen rapide an. Vor allem beim jüngeren Publikum ist Instagram sehr beliebt. Don´t forget your Hashtags!
  • Pinterest: Eine Art virtuelle Bilder-Pinnwand mit hohem Inspirationsfaktor. Persönlichkeit zeigen wird hier leicht gemacht, ohne dass Ihr eigene Bilder hochladen müsst.
  • YouTube: Früher war es die Adresse, um die neuesten Musikvideos kostenlos anzusehen. Mittlerweile passiert dort so viel mehr, dass man YouTube auf keinen Fall unterschätzen sollte.

3) Diese Informationen braucht Eurer Profil im Netz

Ihr habt Euch für „Eure“ Kanäle entschieden und Euch angemeldet? Dann kann es jetzt richtig losgehen. Füllt Eure Seiten mit Leben und lasst die Menschen wissen, wer Ihr seid und was Ihr drauf habt.

Diese Daten und Fakten solltet Ihr den Besuchern Eurer Social Media Seiten nicht vorenthalten:

  • Basisdaten zu Eurer Person: Name, Bildungsweg, berufliche Stationen, besondere Leistungen oder Auszeichnungen und nicht zuletzt Eure Kontaktdaten
  • Arbeitsproben: Namen sind Schall und Rauch. Führt Beweise für Eure Qualifikation auf und gebt Einblicke in Eure Arbeit.
  • Persönliches: Macht Euch sympathisch, der erste Eindruck zählt schließlich auf im Web. Das ein oder andere persönliche Detail dürft Ihr gerne preisgeben, solange es kein schlechtes Licht auf Euch als Person wirft.

4) Einheitliches Profilbild sorgt für Wiedererkennung

Wenn Ihr auf der Straßen einen neuen Menschen kennenlernt, fällt es oft schwer, sich auf Anhieb Namen und Gesicht des neuen Gegenübers zu merken. Wenn der Erstkontakt im Internet stattfindet, ist es umso schwerer. Deshalb macht es den Menschen etwas einfacher und nutzt ein einheitliches Profilbild. Schließlich würdet Ihr die neue Bekanntschaft auf der Straße auch leichter erkennen, wenn die immer dieselbe Frisur und Kleidung tragen würde.

Tipps für ein gutes Profilbild in sozialen Netzwerken und für Bewerbungen findet Ihr hier.

5) Nach der Profil-Einrichtung kommt die eigentliche Arbeit

Wer sich jetzt fragt, wie lange es dauert bis ein digitales Profil fertig ist, den muss ich enttäuschen. Die Antwort lautet: nie. Klar, nach vielleicht 3 Monaten hat man eine Basis gelegt, erste Kontakte gemacht und sich mit seinem Profilseiten positioniert. Die wirkliche Aufgabe geht aber jetzt erst los.

Denn neben einem zufrieden stellenden Google-Suchergnis beim Eingeben des eigenen Namen, ist es nun an der Zeit langfristige Ziele zu definieren. Zielsetzungen in Sachen Eigenpositionierung im Web können zum Beispiel folgende Sein:

  • Mich selbst als Spezialisten für das Thema XY positionieren.
  • In regen Kontakt mit alten und neuen (Business-)Kontakten treten.
  • Anfragen als Speaker bei Kongressen, Messen usw. bekommen.
  • Einen neuen Arbeitgeber finden, der zu mir passt.
  • usw.

Jetzt wünschen wir Euch vor allem viel Spaß bei der Arbeit an Eurem digitalen Profil! Denkt immer daran: Man muss nicht überall angemeldet sein. Probiert Euch aus und findet heraus, was zu Euch passt.

Und wenn Ihr mal nicht weiter kommt, versetzt Euch in die Lage Eures Gegenübers. Was würden andere gerne über Euch lesen, was könnte spannend sein, was sind wichtige Basisinformationen, die nie fehlen dürfen?

Noch Fragen? Traut Euch!

Natürlich könnt Ihr Eure Fragen auch gerne an uns wenden. Als Kommentar unter diesem Beitrag oder per Mail an: hello@marie-laut.de Wir freuen uns drauf!

 

 

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Part time rebel und Social Media Enthusiast.

"It takes 20 years to make an overnight success."
John Hanke
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