Wir bloggen… ein Fazit nach neun Monaten Marie Laut!

Es ist jetzt nicht ganz neun Monate her, da starteten wir unser erstes, eigenes Blogprojekt Marie Laut. Wir, das wisst ihr ja als getreue Leser unseres Blogs hier, sind Anna-Sophie und Céline, zwei PR-Frauen mit sehr viel Herzblut für ihre Profession und nun ja einer sehr großen Liebe für alles, was sich hinter „diesem Internet“ verbirgt. Neun Monate, das ist eigentlich eine ganz schön lange Zeit. Normalerweise bekommt „Frau“ in dieser Zeit zum Beispiel ein Baby und ein wenig so ist das auch mit unserem Blog. Als wir uns dazu entschlossen hatten unser Baby im Januar 2015 zu launchen war unserer größte Sorge, ob wir das alles mit der Technik so hinbekommen. Was muss man alles beachten um einen Blog aufzusetzen, woher bekommen wir ein Design und welche rechtlichen Dinge gibt es zu beachten? Als das Gerüst stand – hier nochmal vielen Dank an Matthias und Marcel, die uns mit Technik und Grafik unterstützt haben und ohne die Marie Laut niemals so sein würde, wie es heute ist – und wir dann am 12. Februar unseren ersten Beitrag online stellten dachten wir, nun wäre die größte Hürde genommen… Dass das aber ganz anders kommen würde, das wussten wir damals noch nicht! Darum gibts jetzt einen Erfahrungsbericht aus neun Monaten Bloggen – ungeschöhnt und natürlich auch ein wenig zum Schmunzeln!

Marie_laut_Bloggen

Hosting und Technik: Da müssen wir durch!

Als Nutzer hatten wir ja bereits Erfahrung mit der Software WordPress und für uns war ziemlich schnell klar, dass wir unseren Blog selbst hosten wollen. Doch wo der Unterschied liegt WordPress nur als User zu benutzen oder aber auch dafür verantwortlich zu sein, das lernten wir recht schnell. Von Matthias, einem IT Kollegen, bekamen wir zum Glück ganz viel Hilfe und mit der Erstinstallation des Systems auch gleich noch einige sinnvolle Sicherheitstools an die Hand.

Aber danach waren wir auf uns gestellt! Also erstmal die wichtigsten Foren durchsucht, Plug-Ins getestet und natürlich ein cooles Responsive Design Theme ausgesucht, damit unser neuer Blog auch auf allen Geräten optimal zur Geltung kommt. Dabei musste Anna die Erfahrung machen, dass nicht jeder „gute“ Rat auch befolgt werden sollte… Auf der Suche nach einer Autoren-Box erhielten wir den Ratschlag diese Funktion doch einfach durch die Modifikation des Quellcodes von WordPress zu aktiveren. Leider war diese Modifikation nicht ganz kompatibel mit unserem Design-Theme… Das Ende vom Lied: Eine vollkommen geschockte Anna, eine Seite, die mehreren Stunden wegen eines schweren Ausnahmefehlers nicht mehr verfügbar war und ein Programmierer, der nur meinte, wir sollen doch zukünftig nicht mehr im Quellcode rumpfuschen. Jetzt nutzen wir übrigens „Starbox“ ein einfaches Autorenbox Plug-In, das sich sehr gut bewährt hat. Die Technik haben wir inzwischen fest im Griff, Updates installieren wir fleißig und auch das ein oder andere Plug-In wie das WordPress Jet-Pack sind inzwischen zu unserem System dazu gekommen. Auch unser Hoster macht uns grundsätzlich keine Probleme, die Seite lädt schnell und wir können kaum Angriffe auf unser System feststellen. Einmal ein Impressum und eine Datenschutzerklärung aufgesetzt, hatten wir auch hier bis jetzt keine Probleme… Vielmehr wurde ein ganz anderes Thema zum Problem, an das wir anfangs gar nicht gedacht hatten!

Content: Das machen wir doch mit Links auf Marie Laut!

Das dachten wir zumindest… am Anfang! Voller Elan bloggten wir fast jede Woche, quollen über vor Ideen und schrieben einfach frei drauf los. Das Content mal ein echtes Problem für uns werden könnte, daran verschwendeten wir im Frühjahr keinen Gedanken. Wir konnten an unseren Google Analytics stetig verfolgen, wie unsere Besucherzahlen stiegen. Unser erster richtig guter Artikel mit einer tollen Reichweite war unser Beitrag zur Bloggerkonferenz Rock the Blog, der von einigen Rednern auch als besonders lesenswert empfohlen wurde! Damals dachten wir das geht nicht besser! Das es besser ging zeigte Annas Blog zum Thema GoButler… Annas Gespür für Trend ist manchmal einfach einzigartig! Noch bevor die Medien auf das Start Up GoButler aufmerksam wurden, schrieb Anna einen ersten Bericht – und nach zwei Wochen sogar noch einen zweiten Beitrag als Erfahrungsbericht. Das Thema traf voll ins Schwarze! Auf einmal kamen so viele Leute auf unseren Blog, dass wir uns nur die Augen reiben konnten. Unser Feuereifer war geweckt – unser Blog, der funktioniert! Doch bereits zu diesem Zeitpunkt merkten wir, dass Bloggen auch richtig viel Arbeit macht. Anna hatte sich ein Buch besorgt, ein richtig dickes Buch zum Thema SEO und zu unserem Plug-In Wust gesellte sich so ab sofort auch noch ein SEO Plug-In hinzu. So war es ab sofort nicht nur wichtig, ein spannendes Thema zu finden, über das man bloggen möchte, sondern auch noch vernünftige Key-Words zu suchen, die relevante Besucher zu unserem Content führen. Gar keine leichte Aufgabe! Und dann kam es wie es kommen musste: Trotz vieler guter Ideen, einem angefragten Interview mit dem CEO von GoButler und einer spannenden Interviewreihe, die bereits in unseren Köpfen fertig war, wurde unsere Veröffentlichungsrate immer geringer. Erst alle zwei Wochen, dann sogar alle vier…. Der Grund ist einfach: Da Marie Laut nur unser Hobby ist und wir unsere Brötchen mit einem 40 Stundenjob verdienen müssen, kam eins zum andern. Stress im Job, Kopf leer… und Bloggen wurde für uns immer mehr zur Pflicht anstatt zur Kür. Dabei war unser Blog inzwischen ein gern besuchter Ort, wir erhielten erste Kommentare und Feedback zu unserer Arbeit. Aber wir waren irgendwie immer mit etwas anderem beschäftigt.

Marie Laut 2.0 – so geht es weiter!

Marie Laut bleibt weiterhin unser absolutes Herzensprojekt! Und wir freuen uns über jeden Leser, über jeden Kommentar hier auf dem Blog oder auf unserer Facebookseite. Aber es wird in den nächsten Wochen ein paar Neuerungen geben. Wir werden nach zwei spendenden SEO-Fortbildungen einiges ändern, unsere Themen und Rubriken überarbeiten und versuchen Euch öfter wieder etwas Lesenswertes zu bieten. Dazu gehört natürlich das längst überfällige Interview mit dem CEO von GoButler, aber auch einige Themen, die neben reinem Fachwissen einfach einen Einblick in das geben, womit wir uns eben täglich beschäftigen. Und dazu brauchen wir Eure Unterstützung! Ihr dürft uns immer gerne per Kommentar oder bei Facebook mitteilen, was ihr schon immer mal über ein bestimmtes Thema lesen wolltet? Es gibt ein neues Tool, ohne das ihr nicht mehr könnt? Ihr kennt jemanden, der unbedingt mal für unseren Blog interviewt werden sollte? Dann immer her mit Euren Themen! Ihr gebt uns so tolles Feedback – da geben wir Euch was zurück!

Bloggen als Hobby – diese Tipps hab ich für Euch!

Okay, okay, natürlich dürfen bei diesem persönlichen Fazit zu neun Monaten Marie Laut auch ein paar Tipps nicht fehlen, die ich einfach aus der persönlichen Erfahrung heraus jedem geben möchte, der sich dazu entschließt ein eigenes Blog zu starten. Egal ob selber gehostet oder in einer Blogger-Community, wer sich der schreibenden Zunft verschreiben möchte, der sollte fünf Dinge beachten:

  1. Zuallererst macht euch Gedanken, worüber ihr bloggen wollt. Egal ob Fashion, DIY, Kochen oder Reisen, neben einer grundsätzlichen Idee solltet ihr am besten auch schon 10 konkrete Themen haben, die ihr auf eurem Blog bearbeiten wollt.
  2. Technik: Es ist immer gut ein paar Leute zu haben, die euch zu Beginn mit der Technik helfen können und auch ein individuelles Design machen können. Denn das wird am Anfang Euer größtes Problem sein. Wenn die Technik steht richtet euch ansprechende Social Media Kanäle und auf jeden Fall Analytics ein, damit ihr sehen könnt, wer so alles auf eurem Blog vorbei schaut. Nicht vergessen: Rechtlich korrektes Impressum und eine Datenschutzerklärung zur Nutzung von Analytics und Co.
  3. SEO: Auch wenn viele nicht daran denken, neben Social Media Kanälen ist vor allem das Besetzen bestimmter Themen mit geschickter Suchmaschinenoptimierung ein echter Traffic Garant. Darum lest euch in die Grundregeln der Suchmaschinenoptimierung ein, findet mit den Google Webmastertools Begriffe, die sich lohnen und die thematisch zu euch passen – eine erste Idee wie gut ein Begriff ist bekommt ihr bereits ohne Anmeldung bei Google Trends. Lest euch auch ein wenig ein, wie ihr mit Struktur und Design eure SEO positiv beeinflussen könnt. Aber macht niemals Google wichtiger als eure Usability! Ihr schreibt für Menschen, aber eben auch für Google, um Menschen eure Inhalt zugänglich zu machen.
  4. Kategorien und Themen: Klar, man macht sich am Anfang keine wirklichen Gedanken über Kategorien und bestimmte Themensammlung. Bloggt man aber eine Weile und beschäftigt sich dazu mit ein wenig SEO merkt man schnell, das die WordPress-Standard Kategorie „Allgemein“ niemandem etwas bringt – weder Google noch dem Leser! Findet passende Kategorien, die ihr regelmäßig gefüllt. Traut euch Kategorien zu verwerfen, Beiträge neu zu ordnen und damit euren Lesern schneller zu zeigen, was sie wo auf eure Blog genau finden.
  5. Und last but not least: Vernetzt euch! Das ist das A und O am erfolgreichen Bloggen, das bei uns auch immer noch nicht so klappt, wie wir uns das wünschen. Googlet nach Blogs, die zu euch passen könnten oder treten bei Facebook Gruppen bei, die Blogger-Netzwerke bilden. Für unseren Bereich ist das ziemlich schwer, denn wir finden kaum passende Blogs. Aber nicht desto trotz, auch wir lesen inzwischen einige Blogs sehr gern! Zum Beispiel PR Leben, PR Fundsachen, Wollmilchsau oder JF Texte. Nehmt an Blogparaden teil und tauscht euch einfach über eure Erfahrungen aus.

PS: Wenn ihr davon immer noch nicht genug bekommt, dann denkt auch mal über einen Newsletter nach… Gute Tools gibt es bereits ab ein paar Euros. So könnt ihr nicht nur besser die Conversion auf euren Blogs messen (was das genau ist, das berichte ich euch in einem meiner nächsten Blogposts), sondern habt damit auch noch eine gute Möglichkeit eure Leser über neue Beiträge oder spannende Themen im Netz aufmerksam zu machen. Aber nicht vergessen: Alles was ihr macht, verursacht Aufwand und wenn ihr es einmal begonnen habt, müsst ihr es durchziehen 🙂

Also los los: Anregungen, Themenvorschläge und euer Feedback ab in den Kommentar! Ich freue mich auf eure Ideen! Und falls ihr einen tollen Blog habt, dann immer her mit eurer Adresse, wir lesen sehr gerne mal rein.

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PR-Beraterin und Social Media Nerd, made in Süd-Berlin, liebt das Internet und Public Relations. Ihr Vorname war Inspiration für diesen Blog.

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7 thoughts on “Wir bloggen… ein Fazit nach neun Monaten Marie Laut!

  • 10. Dezember 2015 um 23:16
    Permalink

    Und wieder ein schöner Artikel. Ich lese sonst kaum in Blogs. Aber es hat mir wieder Spaß gemacht zu lesen.
    Freue mich schon auf dir Folgeartikel.

    Liebe Grüße Daniel
    PS: Toll, dass Du die Technik aus deiner Sicht als Laie beschreibst 🙂

    Antwort
    • 13. Dezember 2015 um 20:01
      Permalink

      Hi Daniel, vielen dank für Dein Lob. Ich freu mich immer total so positives Feedback zu bekommen. Ich dachte einfach es wäre mal an der Zeit einen kleinen Rückblick zu wagen und auch ein paar Tipps mit an die Hand zu geben, was man beim eigenen Blogprojekt so zu beachten hat. Und vor allem klar zu machen, dass man oft an die echten Problemen gar nicht denkt. Alles was wir so im Bereich Technik und SEO machen ist ja learning by doing: Lesen und Ausprobieren, man darf einfach keine Scheu haben sich auch mal mit der Technik zu beschäftigen – und es macht ja auch riesigen Spaß. 🙂

      Einen schönen dritten Advent und liebe Grüße Céline

      Antwort
  • 11. Dezember 2015 um 12:19
    Permalink

    Hey,
    da lese ich – wie ich es immer tue – euren neuen Blogartikel und sehe zufällig, dass ihr auf meinen Blog verlinkt. Ich fühle mich wirklich sehr geehrt!
    Vielen Dank!
    Habt eine wundervolle Vorweihnachtszeit und ein erfolgreiches, glückliches 2016!
    Liebe Grüße
    Verena

    Antwort
    • 13. Dezember 2015 um 20:04
      Permalink

      Hi Verena, wir verlinken doch super gern zu Dir. Du betreibt Deinen Blog mit so viel Leidenschaft und schreibst über spannende Themen, das müssen wir einfach empfehlen. Dir auch eine ganz tolle Weihnachtszeit, einen schönen dritten Advent und vielleicht ergibt sich ja in 2016 mal die Möglichkeit etwas zusammen zu machen oder sich auf einer Konferenz mal live zu treffen. Würde uns sehr freuen. LG Céline

      Antwort
  • 12. Dezember 2015 um 15:25
    Permalink

    Toller Beitrag! Der hat mir wirklich sehr weitergeholfen. Keywords, tja, damit muss ich mich auch noch dringend beschäftigen. Eine IT-Elfe besitze ich auch -ohne ihn wärenuch hoffnungslos technisch überfordert. Leider finde ich für meinen Blog auch irgendwie nicht die richtigen Gruppen zum Vernetzen und habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich bisher NIE eine Reaktion bekommen habe, wenn ich themenverwandte Blogbeiträge kommentiert habe. Aber meiner ist erst 6 Wochen alt, also noch ein Baby und ich muss auch noch viel lernen. Ich freue mich schon wie Bolle, wenn ich auch nur einen einzigen Kommentar bekomme. Euch wünsche ich weiterhin viel Erfolg und lieben Dank für die tollen Tipps. Liebste Grüße Nicole

    Antwort
    • 13. Dezember 2015 um 20:35
      Permalink

      Hallo Nicole, vielen Dank für Deinen Kommentar. Erst einmal eins vorweg: Du darfst Dir wirklich Zeit lassen mit Deinem Blog und solltest Dich auf gar keinen Fall unter Druck setzten 🙂 Als wir mit Marie Laut gestartet sind haben wir unsere ersten Kommentare meist im reellen Leben bekommen, denn unsere Leser stammten vor allem aus unserem Familien- und Arbeitsumfeld. Dieses Feedback ist am Anfang wirklich extrem wichtig, denn da merkt man schnell ob das, was man sich so ausgedacht hat, auch wirklich für andere interessant ist. Du solltest Dir langfristig auch überlegen, was Du mit Deinem Blog eigentlich erreichen möchtest (ist es Dein Hobby oder willst Du damit vielleicht sogar Geld verdienen). Ich hab mir mal kurz Deine Seite angeschaut und würde Dir vielleicht noch als Tipp geben gleich auf der Startseite, in der meta description und im Seitentitel noch relevante KeyWords einzubauen, die mehr zu Deinem Blog aussagen, da die ausführliche Beschreibung mit den wichtigen KeyWords erst auf „Das bin ich“ kommt. Je nach Software, die Du benutzt, kannst Du hier manuell noch ein wenig was optimieren. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg mit Deinem Projekt und werde sicher ab und zu mal vorbei schauen. Liebe Grüße Céline

      Antwort
  • 20. März 2016 um 10:03
    Permalink

    Huhu! Ich liebe Euren Blog. Ichvals Neuling im Selbst-Hosten würde mich über detailliertere beiträge dazu freuen: Was genau ist zu beachten? Welchen Problemen standet ihr gegenüber? Welche Fortbildungen könnt ihr absolut empfehlen? Gerade der Bereich Weiterbildung fehlt mir irgendwie bisher überall. Welche Kurse habt ihr besucht? Welche Themen können sich lohnen? Und welche Vernetzungsmöglichkeiten gibts für Blogger (bloggercamps, stammtische, etc 🙂 )
    Vielleicht konnte ich euch auf ein paar ideen bringen?
    Liebe Grüße, Johanna

    Antwort

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